Pflanzliche Ernährung und Wasserverbrauch

Kann denn Veggie Sünde sein?

Pflanzliche Ernährung und Wasserverbrauch

Pflanzliche Ernährung kann durch den Wasserverbrauch bei der Erzeugung der Pflanzen umweltschädlicher sein als Fleischproduktion

Laut einer Studie des WWF kann die Ernährung auf rein pflanzlicher Basis mehr Wasser verbrauchen als die Ernährung von Fleischessern.
Vor allem betrifft das Produkte, die in trockenen Gebieten angebaut werden und zu deren Anbau Bewässerung gebraucht wird.

Hier den Bericht bei NationalGeografic.de ansehen:

Warum pflanzliche Ernährung umweltschädlich sein kann

 

Die konkreten Zahlen:

Wer bei der Ernährung komplett auf tierische Produkte verzichtet, verbraucht jährlich 45 Kubikmeter Wasser. Vegetarier kommen auf 39 Kubikmeter pro Person und Jahr, Fleischesser auf 29 Kubikmeter. „Nur 18 Produzent des für unsere Ernährung nötigen Wasserverbrauchs gehen auf das Konto tierischer Lebensmittel“, erklärt der WWF.

Warum das so ist, lässt sich mit den Gebieten, in denen die Produkte erzeugt werden, erklären und mit den Anbaumethoden.
Tierische Produkte werden oft in Regionen erzeugt, in denen es kaum Wassermangel gibt. Obwohl die Viehwirtschaft als solche mehr Wasser verbraucht, ist das weniger kritisch, da in den betreffenden Gebieten meist genug vorhanden ist.

Pflanzliche Ernährung und Wasserverbrauch

Anders bei vielen pflanzlichen Produkten: Die werden oft in sehr trockenen Gebieten angebaut und müssen dann intensiv bewässert werden. Hierfür werden dann auch immer mehr Tiefbrunnen gebohrt, die das kostbare Grundwasser anzapfen und verbrauchen.

Besonders eklatant ist das bei Zitrusfüchten und Mandeln, die z.B. aus Spanien und Kalifornien kommen.
Gerade Mandeln sind wahre Wasserfresser: Pro kg Mandel werden in Kalifornien 2000 Liter Wasser verbraucht. Berücksichtigt man dann noch den stark zunehmenden Absatz der Mandeln und die Verwendung als Kuhmilch-Ersatz in der Mandelmilch, wird klar, warum Wasser in Kalifornien zum wertvollen Luxusgut wird. Z.T. müssen Haushalte bereits mit Wassertanks versorgt werden, weil aus dem normalen Wasserhahn nichts mehr kommt.

Generell sollte der Anteil pflanzlicher Nahrung in der Ernährung natürlich steigen, da durch den Fleischkonsum jede Menge anderer Umwelt – und Gesundheitsprobleme entstehen.
Deshalb meint der WWF: “Je höher der Anteil an Nüssen, Hülsenfrüchten, Obst und Gemüse aus heimischem Anbau, desto geringer der Anteil an der Wasserknappheit andernorts” – sprich: Wir sollten verstärkt auf regionale Produkte setzen und möglichst auf die natürlichen Anbauperioden achten, statt Obst, Gemüse und Hülsenfrüchte zu jeder Jahreszeit auf dem Tisch haben zu wollen.

Allerdings: Zur Zeit melden sich gerade wieder die deutschen Gemüseanbauer, dass ohne Bewässerung auch in Deutschland keine ausreichende Ernte mehr möglich ist – und in der Po-Ebene in Italien werden die Obst und Gemüseanbauer dieses Jahr (2022) ca. 50% weniger ernten wegen akutem Wassermangel…. wie war das mit dem Klimawandel, Herr Trump?

 

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